Der Japankäfer

 Der Japankäfer – ein meldepflichtiger Unionsquarantäneschädling

 Pflanzenschutz-Warndienst Haus- und Kleingarten
Erwachsener Japankäfer

Nach dem Auftreten des Japankäfers (Popillia japonica) in Hessen und Baden-Württemberg wird die Bevölkerung auch in Sachsen-Anhalt gebeten, wachsam zu sein. 

Der Japankäfer besitzt durch sein großes Wirtspflanzenspektrum ein enormes Schadpotential. Bisher gibt es in Sachsen-Anhalt noch kein Befallsgebiet. 

Um eine mögliche Einschleppung frühzeitig zu erkennen, hat der Pflanzenschutzdienst Sachsen-Anhalt in diesem Jahr die Standorte einiger Autobahnraststätten in sein Erhebungsprogramm aufgenommen. So wurden an Raststät-ten in Sachsen-Anhalt (gelegen an der A2, A9, A14, A36 und A143) Lockstofffal-len installiert. Zusätzlich befindet sich eine Falle am Güterbahnhof Halle/Saale. Die Landesanstalt berücksichtigt dabei das Risiko, dass der Japankäfer als „Mitreisender“ über Verkehrs- und Warenströme, etwa mit Lkw oder Zügen, ver-schleppt wird. 

Die Fallen dienen dazu, eine mögliche Einschleppung frühzeitig zu erkennen und erforderliche Maßnahmen rechtzeitig einzuleiten. Ziel ist es, eine Ansied-lung des Japankäfers zu verhindern. Jeder Reisende kann dazu beitragen, die Einschleppung des Japankäfers zu verhindern. Fahrzeuge und Gepäck sollten gründlich kontrolliert werden, bevor Reisende aus einem Befallsgebiet (Schweiz, Italien und Befallsgebiete in Deutschland) zurückkehren. Der Pflan-zenschutzdienst rät außerdem: Bringen Sie keine Pflanzen oder Schnittblumen aus Befallsgebieten mit! 

Sollten Sie verdächtige Käfer finden, so bitten wir um Meldung an das Dezernat Allgemeiner Pflanzenschutz, Pflanzengesundheit.

Was ist im Verdachtsfall zu tun? 

– Fangen Sie den Käfer ein! 
– Verwahren Sie den Käfer in einem geschlossenen Behältnis. 
– Informieren Sie umgehend die Landesanstalt: pflanzengesundheit@llg.sachsen-anhalt.de 
– Schicken Sie Ihre Kontaktdaten, den Fundort und vorzugsweise ein Foto des Käfers. 

Warum ist der Japankäfer gefährlich? 

In Befallsgebieten frisst er an über 300 Wirtspflanzen (z. B. Wein, Obstbäume, Rosen). Die Larven (kleine Engerlinge) können große Schäden an Wiesen und Rasenflächen anrichten, aber auch als „blinde Passagiere“ mit Erde, beispielsweise bei Pflanzen zum An-pflanzen mit Erdballen oder mit Substraten aus befallenen Gebie-ten verschleppt werden. Deshalb wurde der Käfer durch die Euro-päische Union als prioritärer Quarantäneschädling eingestuft. 

So wird der Schädling erkannt 

Der Japankäfer ist circa einen Zentimeter groß (wie eine Kaffee-bohne). Er hat einen grün schimmernden Kopf und braune Flügel-decken. Er ähnelt sehr dem heimischen Gartenlaubkäfer. Im Gegensatz zu ihm trägt der Quarantäneschädling fünf weiße Haarbüschel an jeder Seite und zwei weiße Haarbüschel am Ende des Hinterleibs. 

Hier ist die offizielle Information des Herausgebers noch einmal hinterlegt.

Herausgeber:

ala